Low Carb jetzt auch bei Weight Watchers?

Sehr interessant:
Eigentlich steht Weight Watchers für Obst und Gemüse bei wenig Fett – Eiweiss wurde bis dato nicht besonders beachtet.
Mit dem Ergebnis, dass viele Punkte-Zähler zunehmend hungrig wurden und das – eigentlich sehr gute – Konzept über den Haufen warfen.
Denn obwohl die Ernährung nach dem Weight-Watchers-Prinzip eigentlich in eine gesunde Richtung weist (leckere Rezepte, viel frisches Obst und Gemüse, umfassende Verhaltensänderungen), ist man gerade in der Praxis versucht, zuviele Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Ein Schokoriegel ist schnell gekauft und verschlungen und auch prinzipell erlaubt. Aber wenn man sich den Umweg über’s Kochen und Schnippeln spart und wieder zur gewohnten Ernährung zurückkehrt, kann das Ergebnis auch nur wieder die gewohnten Misserfolge zeitigen.
Die “erlaubten” Points gehen dann schnell zuende und wer sich wieder von kurzkettigen Kohlenhydraten ernährt, bekommt Hunger, der sich auch mit Obst (fast) ohne Grenzen nicht mehr im Zaum halten lässt.
Zuviel Zucker im Körper fordert eine Insulinantwort heraus. Diese fällt leider meist unglücklicherweise zu heftig aus, der Hunger wird immer grösser… man kennt das schon!
Mittlerweile scheint auch Weight Watchers die Bedeutung von Eiweiss auf die Hungerschaukel zu erkennen und anzuerkennen. Auch in den einschlägigen Foren wird gegen Hunger eine Erhöhung der Eiweisszufuhr empfohlen. Sehr spannend, wohin die WW-Richtlinien noch führen werden… ;-) Low Carb scheint nicht die schlechteste Wahl zu sein!

Veröffentlicht in MEDIENNEWS am August 29th, 2010. Keine Kommentare.

Muss ich Low-Carb-Produkte kaufen, um erfolgreich zu sein?

Backmischung für Low carb Brot

Adamsbrot

Ganz klare Antwort: Nein!!!
Der Gesundheitswert einer Low-Carb-Ernährung – und die Vorteile einer Ernährung unter Verzicht auf hochraffinierte Kohlenhydrate lassen sich kaum mehr von der Hand weisen – besteht unter anderem darin, dass die tägliche Ernährung recht einfach gehalten ist.
Was bedeutet: weniger Allergien auslösende Farb- und Ergänzungsstoffe, weniger Verarbeitung in der industriellen Produktion, weniger Nahrungszusätze.
Denn ein grosser Teller Salat mit einem schönen Stück Rinderfilet oder ein gegrillter Fisch mit verschiedenen Gemüsen ist einfach näher an der Natur, als ein Schokoriegel oder ein Instant-Pasta-Gericht aus der Pappschachtel.

Low-Carb bedeutet eben auch: mehr selber kochen und braten, was aber (z.B. unter Zuhilfenahme von TK-Ware ohne Zucker- und Stärkezusätze) nicht unbedingt sehr zeitaufwändig sein muss. Und auch ein einfacher Naturjoghurt mit ein paar Beeren und Nüssen ist schnell angerührt und ein fruchtiger, gesunder Snack. Emulgatoren, Verdicker und Konservierungsstoffe sind hier nicht nötig.

Aber: gerade Langzeit-Low-Carber sehen sich doch – z.B. zu Weihnachten – wieder einmal nach Keksen oder Süssigkeiten.
All dies lässt sich alternativ auch in der Low-Carb-Küche produzieren. Der Aufwand ist allerdings nicht unerheblich und manche Zutat nicht wirklich preisgünstig zu erhalten. Manchmal wird man im Handel gar nicht fündig und muss sich durch’s www durcharbeiten. Die Versandkosten machen die Angelegenheit dann schnell zu einem teuren Vergnügen.

Andere Low-Carber lieben die neue Art der Ernährung sofort, möchten aber nicht für immer auf etwas Nudel-ähnliches verzichten. Deshalb aber die Vorteile einer Low-Carb-Ernährung über Bord werfen? Das wäre wirklich allzu schade!

Aber der Mensch ist erfinderisch und hat – passend zur Diät – die Low-Carb-Shops erfunden ;-) . Und hier befindet man sich in einer Art Schlaraffenland für Diätwillige. Vom Getränkesirup über Low-Carb-Pralinen bis zum schmackhaften Brotersatz kann man hier finden, was das Herz (vielleicht schon so lange) begehrt.

Vielleicht sollte man sich nicht täglich überwiegend von Fertigprodukten der Low-Carb-Shops ernähren, aber zu besonderen Anlässen darf man sich sicher den ein oder anderen Einkauf im Leckerland gönnen. Denn allzuviel Verzicht macht schnell Frust und dieser endet gerne in einem Diätabbruch…

Veröffentlicht in FAQ am August 23rd, 2010. Keine Kommentare.

Trennkost

Trennkost – Berge von Literatur könnte man hier durcharbeiten. Über kaum eine Ernährungsform sind so viele Bücher geschrieben worden. Trennkost hat glühende Anhänger und grosse Zweifler. Wie so oft in Ernährungsfragen, scheiden sich auch hier die Geister, denn das Trennkostprinzip gilt als nicht wissenschaftlich erwiesen.
Dr Howard Hay ist der geistige “Vater” der Trennkost. Der New Yorker Arzt hat diese Ernährungsform vor ca. 100 Jahren entwickelt.

Worum geht es hier genau? Die Hauptenergieträger von Lebensmitteln sind Eiweiss, Kohlenhydrate und Fette. Nach Ansicht der Trennkostvertreter benötigten diese Stoffe ein unterschiedliches Milieu (sauer/basisch) der Verdauungssäfte, um richtig absorbiert werden zu können. Ein Mischen dieser Nahrungsbestandteile führt zu Krankheiten und Übergewicht. Deshalb werden Lebensmittel in verschiedene Kategorien (Eiweissgruppe, Kohlenhydratgruppe, Neutrale Gruppe) eingeteilt und sollten nach verschiedenen Regeln getrennt verzehrt werden.

Zum Beispiel:
* Nahrungsmittel aus der Eiweiss- und Kohlenhydratgruppe dürfen nicht zusammen verzehrt werden
* Nahrungsmittel aus der Eiweiss- und Kohlenhydratgruppe dürfen mit der Neutralen Gruppe kombiniert werden
* Die Abendmahlzeit sollte aus der Eiweissgruppe ausgewählt werden
* Die tägliche Ernährung sollte aus 80 % Faserstoffen und 20 % konzentrierten Lebensmitteln bestehen
* Erdnüsse, Hülsenfrüchte und künstliche Süss-Stoffe sollten gemieden werden
* Die Nahrungsmittel sollten so naturbelassen wie möglich sein

Was gehört in welche Gruppe?
Kohlenhydratgruppe: Bananen, Getreide, Brot, Kuchen, Reis, getrocknete Pilze, Bier usw.
Eiweissgruppe: Steaks, Rouladen, Schnitzel, verschiedene Fischarten, Mandarinen, Zitronen, pasteurisierte Käse u.a.
Neutrale Gruppe: Sauermilchprodukte, Tatar, geräucherte Fische, Rosinen, Oliven, alle Gemüsesorten, Nüsse etc.

Wer hier Genaueres wissen möchte, sollte sich in die umfangreiche Literatur einlesen. Einigen Büchern liegen auch Plakate mit den zu trennenden Nahrungsmitteln bei, die gerade am Anfang ein Eingewöhnen in die Gruppeneinteilung erleichtern.

Obwohl es viele Menschen gibt, die wahrheitsgemäss über gute Erfolge mit der Trennkost berichten können (einige Regeln sind für alle Ernährungsformen brauchbar und hilfreich!), gibt es mindestens ebenso viele kritische Stimmen. Zum einen sei die Einteilung in die verschiedenen Nährstoffgruppen nicht immer schlüssig, zum anderen scheint es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu geben, dass nicht alle Energieträger bei gleichzeitiger Zufuhr vollständig verdaut werden könnten.
Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) spricht sich gegen Trennkost aus, was aber (m.E.) nicht unbedingt etwas zu bedeuten hat… ;-)

Veröffentlicht in ANDERE DIÄTEN am August 15th, 2010. Keine Kommentare.

Liebgewonne Gewohnheit: Knabbern vor dem Fernsehgerät

Bei allen Bemühungen um eine gesunde, ausgewogene und “vernünftige” Ernährung, sollte man auch die soziale oder genüssliche Komponente des Essens nicht ausser Acht lassen.
Denn gerade hier lauern die meisten Fehler und Rückschläge. In vielen Kulturen ist Essen nicht nur Nahrung für den Körper, sondern auch für die Seele.
Dies von heute auf morgen zu leugnen und zu verdrängen, kann “ins Auge gehen”. Im Alltag ist es gar nicht so schwierig, sich mit neuen Ernährungsgrundsätzen zu arrangieren – Essen muss meist schnell gehen und in erster Linie satt machen. Das funktioniert auch ganz prima in der Kantine: Putenschnitzel mit Salat oder Fisch mit Gemüse sind ein leckerer Energiespender für den Rest des Arbeitstages.

Aber was tun, wenn der Tag ausklingt und man es sich auf der Couch gemütlich machen will? 3 hartgekochte Eier sind neben der knabbernden Rest-Familie nicht wirklich befriedigend.
Aber Du brauchst Dich nicht zurückgesetzt und beraubt fühlen oder neidvoll auf Deine Umgebung blicken. Wenn Essen ein bisschen Trost oder Entspannung für Dich sein soll, hat auch low-carb einige Alternativen zu bieten.

Für den grossen Hunger: koch’ Dir einfach einen Topf Suppe.
Warm, viel Flüssigkeit, viel Volumen – dass macht satt und kann sogar Deinen Flüssigkeitsbedarf decken.
Wer zu den Gourmets zählt, kann sich natürlich eine richtige Fleischbrühe aus Knochen, Fleisch und Grünzeug brutzeln. Aber für die schnelle Küche sind auch Brühwürfel, die Du sehr gut bevorraten kannst, eine akzeptable Wahl.

Daraus kannst Du Dir dann:
Bouillon mit Ei (rohes Eigelb in die Fleischbrühe geben, mit gehacktem Schnittlauch bestreuen)
Eiereinlaufsuppe (rohe Eier verquirlen und tropfenweise unter Rühren in die sprudelnd kochende Fleischsuppe einlaufen lassen)
Tomatensuppe (2 Essl. Tomatenmark mit 1l Brühe aufkochen und mit 200g Sahne stecken, würzen nach Geschmack)
basteln.
Von gebundenen Päckchensuppen ist dabei eher abzuraten, weil diese oft viele Kohlenhydrate in Form von Mehl, Zucker und Verdickungsmitteln enthalten.

Wenn Du gerne etwas Knabbern möchtest, dann greife zu Mandeln, Walnüssen, Kürbiskernen, Oliven oder Schweineschwartenchips. Die Nüsse enthalten wenig Kohlenhydrate, Schweineschwartenchips sind üblicherweise kohlenhydratfrei.

Möchtest Du es gerne weniger üppig (kalorienbezogen), gibt es noch eine prima Alternative. Bereite Dir einen Teller mit rohen Gemüsesticks vor (z.B. Kohlrabi oder Möhren). Diese kannst Du nun nach Herzenslust in verschiedenen Dips – entweder selbst gemacht auf Quark-Basis oder fertig als Kräuterquark, Frischkäse etc. – tauchen und gemütlich vor Dich hin snacken…

Veröffentlicht in TIPPS & TRICKS am August 9th, 2010. Keine Kommentare.

Die Diät – Dr. med. Ulrich Strunz

Das Buch des Fitness-Papstes hat bereits ein paar Tage “auf dem Buckel”. Nichts desto trotz ist es unglaublich informativ und aktuell.

Was immer man auch über Dr. Ulrich Strunz denken mag, der dauergebräunt und dauergrinsend sein Wissen und seine Eiweissprodukte an die Frau/den Mann bringen will: der Mann ist einfach gut.


Erst mit 45 Jahren ist er in den Sport eingestiegen und hat an verschiedenen Triathlonwettbewerben erfolgreich teilgenommen. Dies ist auch sein Credo: Bewegung, Bewegung, Bewegung. Wie man es richtig macht, kann man ebenfalls in seinem Buch Die Diät nachlesen…
In diesem Ratgeber ist überhaupt alles zu finden: Rezepte, sehr gute Tabellen zu Nährstoffen, Beurteilungen zu über 100 Lebensmitteln, der von ihm entwickelte 3-Stufen-Plan und, und, und…

Vor allem ist das Buch prall gefüllt mit wichtigen Informationen bzgl. der körpereigenen Stoffwechselvorgänge, über Hormone und die mentalen Komponenten des Gewichtsverlustes. Die Diät kann man 10 x lesen und immer wieder erfährt man neue Informationen. Diese sind wirklich gut aufbereitet und alles andere als trockene Theorie.

Die Fülle von wertvollen Hinweisen (Wie sollten die optimalen Blutwerte aussehen? Welche Vitamine und Mineralstoffe sollten eventuell substituiert werden?) wird einseits ausführlich behandelt, andererseits aber in der jeweiligen Zusammenfassung kurz und knackig aufbereitet.

Die Diät predigt keinen extremen Kohlenhydratverzicht (wie sie angenehmerweise überhaupt keinen Verzicht predigt), sondern weist vor allem auf die Wichtigkeit von Eiweiss in der menschlichen Ernährung hin. Frisches Obst und Gemüse, sowie die gesunden Fette, die ebenfalls ausführlich besprochen werden, ergänzen das Jung-und-Gesund-Programm von Ulrich Strunz und lassen somit automatisch nicht mehr allzuviel Platz für schnell-lösliche Kohlenhydrate.

Wer sich wirklich vollen Herzens auf den Drei-Stufenplan (Vital-Fatburning, Intervall-Diät, Forever-Young-Diät) einlässt, hat eigentlich garkeine andere Chance, als ohne Hunger richtig abzuspecken. Wer dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht tun möchte, kann dennoch aus den umfangreichen Informationen des Buches viele wichtige und hilfreiche Tipps für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung mitnehmen.

Ein Buch auch für Leser, die sich bereits ausführlich mit der Materie Ernährung beschäftigt haben…

Veröffentlicht in BÜCHER (GRUNDLAGEN) am August 4th, 2010. Keine Kommentare.