Low Carb – wie fange ich an?

Sie möchten einer Ernährungsumstellung mit weniger Kohlenhydraten eine Chance geben? Willkommen in der Low-Carb-Welt!

Einige Basics sollten Sie beachten, um mühelos durchzustarten und erste Erfolge zu erzielen.
* Informationen sind wichtig: am besten ist es, sich erst einmal in die Materie einzulesen. Dafür eignen sich themenspezifische Bücher von unterschiedlichen Autoren. Low-Carb-Kochbücher behandeln die physiologischen Zusammenhänge meist nur am Rande, während medizinische Fachartikel oft recht schwere Kost darstellen. Auch im Internet gibt es zahlreiche gute Seiten, auf denen man sich informieren kann. Für den Anfänger sind jedoch die Standardwerke von Dr. Robert Atkins
am besten geeignet. Nicht umsonst gilt er als der Vater der Low-Carb-Diät (der er allerdings nicht wirklich ist). Ein „richtiges“ Buch ist auf jeden Fall die bessere Wahl, denn auch bei fortgeschrittenen Low-Carbern tauchen immer wieder Unklarheiten auf, die sich durch schnelles Nachschlagen oft umgehend beantworten lassen.
* Low Carb kann man nicht alternativ, zusätzlich oder nebenbei betreiben. Konsequenz ist hier gefragt und unerlässlich. Entweder – oder.
Low Carb erlaubt eine grosszügige Auswahl an schmackhaften und fettreichen Speisen. Fettreich deshalb, weil die fehlenden Kohlenhydrate durch einen anderen Energieträger ersetzt werden müssen.
Mischt man allerdings diese Ernährungsform täglich mit vielen Kohlehydraten (z.B. Nudeln, Zucker), hat man den besten Weg gefunden, um richtig zuzunehmen. Die eventuell angestrebte Ketose lässt sich auf diese Art natürlich überhaupt nicht erreichen.
* Sehen Sie sich rechtzeitig nach Alternativen für Lebensmittel um, auf die Sie glauben, nicht verzichten zu können. Wenn Sie von Gedanken an Pizza oder Süssigkeiten besessen sind, werden Sie Schwierigkeiten mit Hühnchen oder Fisch bekommen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: entweder Sie halten nach einem Ersatzprodukt in einem Low-Carb-Shop Ausschau oder Sie entwickeln ein eigenes Rezept, um Ihren Vorlieben frönen zu können. Dauernder Verzicht macht missmutig und anfällig, die Diät abzubrechen.
Eines wird allerdings auf jeden Fall passieren: nach einigen Wochen werden Süssigkeiten Sie nicht mehr locken können. Ganz ohne Zwang und Willensstärke werden Sie an Schokolade- und Keksregalen vorbeigehen und keinen Appetit mehr auf herkömmliche Süsswaren verspüren. Versprochen!
* Behalten Sie Spass am Essen – Low Carb ist keine Strafe! Ihr Essen soll Ihnen trotzdem schmecken – ein lieblos in die Pfanne „geworfenes“ Stück Schweinefleisch wird Ihnen keinen Genuss bereiten. Probieren Sie neue Rezepte oder graben Sie Oma’s Köstlichkeiten wieder aus, die wegen des meist hohen Fettgehaltes verbannt wurden. Ohne das geringste Wissen über Ernährungsformen und biologische Zusammenhänge hat meine superschlanke Grossmutter regelmässig einen kleinen Teller mit kaltem Leinöl aufgetunkt – auf Grund des heutigen Wissensstandes ein Highlight für die Gesundheit…
* Freuen Sie sich über die schnell verlorenen ersten Kilos, die von Miesmachern immer als nur Wasserverlust verunglimpft werden. Erstens tritt dieser Effekt bei jeder Art von Diät auf. Zweitens sind überflüssige Wassereinlagerungen für den Körper absolut nicht gesund (und verquollene Augen, dicke Unterschenkel und Wurstfinger sind nicht wirklich eine Augenweide). Und – last but not least – sind auch 3 verlorene Wasserkilos auf der Waage eine unglaubliche Motivation, die einen bei der Stange halten können.

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