Die Schattenseite von Low Carb – das Leiden der Tiere

Low Carb hat eine dunkle Seite: das grauen- und qualvolle Leiden der Tiere.

Denn diese Ernährungsform wird überwiegend mit „Tierprodukten“ bzw. toten Tieren durchgeführt. Das hört sich nicht gut an, nicht freundlich, nicht politisch korrekt. Und das ist es auch nicht: nicht für die verheerende Anzahl an fühlenden Lebewesen, die für uns ihr Leben lassen.

Würden Sie Ihren Hund essen oder Ihre Katze? Natürlich nicht, aber was unterscheidet diese Tiere von den Kälbchen, Schweinen, Hühnern und anderen „Nahrungsmitteln“? Wir sind zu Recht erbost, wenn wir sehen, wie Delfine in Treibnetzen verenden. Aber warum ist es uns egal, wenn ein Thunfisch sein Leben lassen muss?

Ich möchte niemanden zum Vegetarier bekehren – ich möchte am liebsten jeden zwingen, sein Fleisch selbst zu erlegen und aus dem toten oder halb toten Körper zu schneiden.

Ich möchte jeden zwingen http://earthlings.de/ anzusehen …

Eine ernst gemeinte Warnung: Bitte sehen Sie sich diesen Film nicht an, wenn Sie Grausamkeiten gegen Tiere nicht ertragen können, denn dieser Film ist furchtbarer als die grauenhaftesten Filmausschnitte, die hin und wieder gesendet werden!

Ich habe diesen Film vor einigen Wochen gesehen und bin seither Vegetarierin. Zu 100% und mit der Tendenz zum Veganismus. Ob mir das schwer fällt? Ob ich nicht doch hin und wieder Gelüste auf Fleisch entwickle?

Nein, nein und nochmals nein. Ich sehe keine Wurst und kein Fleisch mehr in den Ladentheken. Ich sehe die toten Körper von dahin geschlachteten fühlenden Wesen. Wie könnte ich da noch zugreifen wollen? Ich rieche das Fleisch auf dem Grill meines Nachbarn. Es riecht gut! Aber nur, weil ich mein Leben lang so konditioniert worden bin. Essensvorlieben sind überwiegend kultureller Natur.

Essen mit wenigen Kohlenhydraten muss nicht aus Fleisch oder anderen tierischen Nebenprodukten bestehen und die Welt wird sich leider nicht zum Vegetarismus bekehren. Aber, bitte, wann immer Sie können, versuchen Sie dieses Leid durch Ihre Kaufentscheidungen zu mindern. Danke!

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5 thoughts on “Die Schattenseite von Low Carb – das Leiden der Tiere

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      Ja, die Ethik / Nachhaltigkeit hinter Low Carb ist teils nicht so einfach vereinbar mit der Idee von Low Carb. Ich selbst habe bisher ca. 8 Jahre im Umwelt- / Nachhaltigkeitsbereich gearbeitet, und bin überzeugt (auch wissenschaftlich), dass Low Carb eine gesunde Ernährung ist. Doch leider ist Low Carb auch oft eine eher fleisch-intensive Ernährung.

      Man kann einige fleischlastige Sachen ersetzen. Alternativ kann man auch Fleisch essen, welches nicht aus Massentierhaltung stammt. Veganismus wird wahrscheinlich schwierig, da dann die Nahrungsmittelauswahl noch mal um Einiges eingeschränkter ist.

      Ich kann mir vorstellen, dass Paleo und Vegetarismus besser klappt, aber ggfs. isst man dann ein paar Kohlenhydrate mehr.

      Wegen meinem Hintergrund (Umwelt / Nachhaltigkeit) werde ich in Zukunft auch noch einige Artikel zu diesem Thema in meinem Blog schreiben.

      Viele Grüße,

      Oliver

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      Ich möchte anmerken, dass das Bild, dass man mit Veganismus Tieren nicht schaden würde, nicht stimmt.
      Das Leben ist ein Kampf um Resourcen. Möchte der Mensch nun mehr Pflanzen essen, wird dafür mehr Land benötigt, das wiederum anderen (wilden/freien) Lebewesen genommen wird. Dem entrinnen könnte man doch nur, indem man auf Essen verzichtet und sich von der Welt verabschiedet.

      Veganismus hat eine dunkle Seite: das grauen- und qualvolle Leiden der Tiere.
      Denn diese Ernährungsform wird überwiegend mit einer großen Anzahl an “Pflanzenprodukten” durchgeführt. Um alle diese Pflanzenprodukte anbauen zu können, werden natürliche Lebensräume freilebender Tiere zerstört (teils durch Brandrodung) und größtenteils durch Monokulturen ersetzt, die den Tieren nicht als äuivalenter Lebensraum dienen bzw. in dem Tiere auch nicht erwünscht sind. Das hört sich nicht gut an, nicht freundlich, nicht politisch korrekt. Und das ist es auch nicht: nicht für die verheerende Anzahl an fühlenden Lebewesen, die für uns ihr Leben lassen.

      ….

      • Author gravatar

        Hallo Michael,
        danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Du hast Dir ja viel Mühe gemacht :-) Allerdings scheinst Du zu vergessen, das Land jetzt genutzt werden muss, um die Tiere zu ernähren, die hinterher für uns geschlachtet werden. Ich kann Dir keine genauen Zahlen nennen, wieviel Pflanzennahrung nötig ist, um 1 kg Fleisch zu erzeugen, aber in jedem guten Veganer-Forum wird man diese Zahlenbeispiele sicher finden. Und diese Brandrodungen und Monokulturen sind ja nicht Bedingung, um vegan leben zu können, sondern haben etwas mit der Profitgier der Erzeuger zu tun.
        LG, Petra

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          Und in jedem guten Veganer-Forum wird unterschlagen, dass Fleisch eine wesentlich höhere Energiedichte hat, als Pflanzen. Genau wie die Tiere braucht nämlich auch der Mensch (was biologisch gesehen auch nur ein Tier ist) mehr pflanzliche Nahrung, um die selbe Energie zuzuführen. Sogar noch mehr, da der menschliche Organismus pflanzliche Nahrung schlechter verwertet, als z.B. eine Kuh (Stichwort Ballaststoffe). Womit wir nun wieder da angekommen wären, wo Michael aufgehört hat. Mehr Platz für mehr Agrarkultur.

          Man kann auch Tierquälerei vermeiden, wenn man bereit ist für sein Schnitzel ein paar Neumark mehr zu bezahlen und nicht das Kilo für 50 Cent aus der Diskount-Theke zieht. Jedem das seine, sag ich immer, aber ich möchte bitte auch nicht verteufelt werden, weil ich ganz gerne mal ein Stück Fleisch esse.

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