04.05.2010 86,3kg

Und er bewegt sich doch: der Zeiger meiner Waage. Nein, es ist eigentliche eine Digitalanzeige und das ist auch gut so.
Denn wer kennt diese Zeiger-Schummeleien nicht: aus verschiedenen Blickwinkeln variiert die Abnahme je nach Laune ;-), und wenn dass nichts hilft, gibt es noch die Möglichkeit, die Waage auf den Bodenfliesen ein bisschen hin und her zu schieben. Alles schon ausprobiert – und gehört, dass ich damit nicht alleine bin ;-).
Die Gewichtsabnahme ist schon eine seltsame Sache: am Wochenende hatte ich eigentlich ein bisschen zuuuuu fürstlich gespeisst: das genannte Schweinefilet in Käsesauce, Weisswürste (wie es sich in München gehört), ein bisschen Schinken mit Meerettich, eine Packung Frischkäse…
Okay, war ein verregnetes Wochenende, ich mach‘ mir da selber keine Vorwürfe. Aber es gibt schon Tage, an denen ich wesentlich weniger esse und nix abnehme!
Wäre ja auch kein Problem, wenn nicht diese blöden Verhaltensänderungen in Gang gesetzt werden würden. Aus Unsicherheit (man kann sich aber auch auf nix verlassen…) geht es dann los und bringt ganz sicher das falsche Ergebnis mit sich.
Klar weiss jeder, dass viel Wasserverlust kein Gewichtsverlust ist. Dass Frauen vor der Menstruation Wasser einlagern, das sie danach – hoffentlich – wieder verlieren. Dass Sportler Muskelmasse zunehmen und Fett abnehmen können und das Gewicht dadurch nach oben gehen kann. Dass Plateaus zum Abnehmen dazugehören. Dass der Körper keine Rechenmaschine ist. Dass salziges Essen Wassereinlagerungen begünstigt…
Alles alt bekannt – aber wenn es einen dann selber trifft, sieht die Sache schon ganz anders aus. Und diese lustigen Gürtel- oder Hosenbundtricks helfen ja auch nicht wirklich weiter. Ich weiss garnicht, warum dass immer wieder wiederholt wird. Weiss ich genau, wie eng der Gürtel am Vortag gesessen ist? Und wenn ich eine Hose zwei Tage hintereinander trage: kann es nicht auch sein, dass die Hose einfach ein bisschen weiter geworden ist, weil der Stoff nachgegeben hat?

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