Eine sehr angenehme Form der Low-Carb-Ernährung: LESS THAN 4, konzipiert von Claus und Anna von Oertzen. Beide Autoren haben mit ihrer Methode überaus erfolgreich abgenommen. Anna von Oertzen ist zudem Ernährungsberaterin.

Neben den grundsätzlichen Vorzügen einer Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten, sind noch einige wichtige Dinge hervorgehoben:

  • täglich sollten mindestens 3 l Flüssigkeit zugeführt werden
  • 3 regelmässige Mahlzeiten im 3 – 4stündigen Abstand und eine abendliche Nahrungskarenz von 12 Stunden werden empfohlen – keine Zwischenmahlzeiten

Der wichtigste Aspekt ist: Ernähren Sie sich nur von Lebensmitteln, deren Kohlenhydratanteil 4% auf 100g nicht übersteigt.

Dies macht das Ernährungskonzept so angenehm und alltagstauglich: < 4% ist alles im grünen Bereich, > 4% g „bitte wieder weglegen“!!!

So hat man bei Fertigprodukten sofort eine Orientierung und muss – im Gegensatz zu anderen Ernährungsformen – nicht lange rumrechnen. Die Packungsangaben beziehen sich heute üblicherweise sowieso auf 100g (wenn die Angaben nicht gerade mit einer 30-g-Mini-Portion geschönt werden!).

Also: 100g Zubereitung enthalten 4g Kohlenhydrate und alles ist gut.

Aber natürlich sollte man sich nicht nur von Fertigprodukten ernähren. Wann immer es die Zeit erlaubt, sollten wir zu frischen Lebensmitteln greifen.

Und hier haben wir wieder die Auswahl unter vielen Gemüsesorten, einigen Beerenarten, Pilzen, Milchprodukten, Sojaerzeugnissen, Fischsorten, Meerestieren, Fleisch, Wurst und Eiern.

Innerhalb des 4%-Rahmens lassen sich diese Nahrungsmittel zu hochwertigen, gesunden und abwechslungsreichen Mahlzeiten zusammenstellen.

Und auch hier gilt: Essen bis zur Sättigung, nicht Hungern, aber sich den Bauch auch nicht restlos vollschlagen. So wird man mit LESS THAN 4 sicher zum Erfolg kommen.

Eigentlich nicht wirklich als LowCarb-Diät konzipiert: die optimale Diät nach Dr. Jan Kwasniewski. Optimal essen

Wer von Atkins schon geschockt ist, dem stehen spätestens bei der Optimalen Diät die Haare zu Berge…
Dr. Kwasniewski wirft noch einmal alle Prinzipien der „gesunden Ernährung“ um und setzt noch eins drauf: die bevorzugte und gesündeste Nahrungsquelle des Menschen ist Fett, gesättigtes noch dazu.
Wer jetzt schon ein vorschnelles Urteil parat hat, sollte vielleicht doch noch einmal näher hinsehen. Dr. med. Wolfgang Lutz, dem man sicher keine Unfähigkeit nachsagen kann, ist der optimalen Ernährung durchaus nicht abgeneigt.

Doch worum geht es bei Dr. Kwaniewski?

  • Ketose ist kein erwünschter Zustand
  • Die optimale Ernährung des Menschen sollte im Verhältnis 1:2,5-3,5:0,5 (Eiweiss, Fett, Kohlenhydrate) ausgewählt werden
  • Eiweiss ist keineswegs unschädlich oder zu bevorzugen – die optimale Menge für einen Erwachsenen liegt bei ca. 50g täglich; ab 120 – 150g wird es sogar ungesund
  • Tierische Fette sind den pflanzlichen unbedingt vorzuziehen – Pflanzenfette gelten sogar als ungesund
  • Obst und Gemüse sollen bei der optimalen Ernährung aussen vor bleiben

Tja, spannende Frage: was kann oder soll man also bei dieser extremen Ernährungsform essen?
Eier, Butter, Bauchspeck, Quark, Käse, Sahne, Fleisch (und hier am besten: Schweinefleisch), Innereien, Wurst, Geflügel, Fisch und das alles je fetter, desto besser!!!

Fazit: diese Ernährungsform fordert sicher sehr viel Mut!!! Auch wenn ich mich für einen relativ vorurteilsfreien Menschen halte (was Ernährung anbelangt ;-)), ist selbst mir diese Zusammenstellung suspekt. In meinem Kopf laufen natürlich diese ganzen Warnungen ab, mit denen man willentlich und ungewollt bombadiert wird: Schweinefleisch – no go! Pflanzliche Fette – auf jeden Fall höherwertiger als Tierfett! Käse und andere Milchprodukte – gesund nur in der Light-Version!

Es gibt aber auch Berichte von Personen, die nach Kwasniewski leben und damit sehr gut fahren – vielleicht wäre es doch einmal einen Versuch wert…

Der Klassiker: Low Carb nach Dr. Atkins.

Ernährung ohne Kohlenhydrate lässt sich weit zurückverfolgen. Aber ein Mann hat diese Art der Diät populär gemacht: Dr. Robert Atkins. Das Synonym für Low-Carb-Diäten.
Und leider wird alles Schlechte mit der „Atkins-Diät“ verbunden. Dr. Atkins lebt nicht mehr und auch um seinen Tod ranken sich die wildesten Gerüchte und Spekulationen.

Aber was war oder ist eigentlich das Typische an der Atkins-Diät?

– Atkins arbeitete mit der Ketose und hält sie für unabdingbar, um den Stoffwechsel wieder gesunden zu lassen
– Er rät dazu, die Diät – die seiner Meinung nach ein Lebensstil sein soll – in vier Phasen zu beginnen, wobei man je nach Erfolg (1 Woche bis 14 Tage später) das Kohlenhydratpensum um ca. 5g/je Tag erhöhen kann
– Dr. Atkins rät nicht nur von Kaffee, sondern von Koffein im allgemeinen ab, da dieses den Blutzuckerspiegel im Körper negativ beeinflussen kann
– Er hält nichts vom Kalorienzählen, sondern konzentriert sich nur auf die Kohlenhydratanzahl
– 2 Tassen Salat/Tag sollen auf jeden Fall sein. Auch in Phase 1, in der die Kohlenhydrate möglichst unter 5 g, auf keinen Fall aber über 20g liegen dürfen
– Es gibt keine Vorgaben in Bezug auf Portionsgrössen, Mahlzeitenanzahl, Tageszeiten der Nahrungsaufnahme oder Kalorienmenge. Jeder kann sich nach Belieben wann und wie er möchte satt essen. Einzige Einschränkungen: sich „den Bauch nicht vollschlagen“ und im Rahmen der täglich erlaubten Kohlenhydratmenge bleiben.

Erlaubt sind:
Fleisch, Fisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Eier, Käse, Geflügel, einige Gemüsearten, Salate, Kräuter, Gewürze, Fett und Öle.


Fazit: Wer noch keine Erfahrungen mit low-carb hat, sollte sich auf jeden Fall das Buch „Die neue Atkins-Diät“ kaufen oder zumindest ausleihen. Dort erfährt man ausführlich, was es mit einer Ernährung nach LC auf sich hat. Das Grundlagenwissen ist wichtig, um bei der Nahrungsmittelauswahl sicher die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wer sich bereits mit dieser Ernährungsform auskennt, wird sicher nach einiger Zeit zu einer Art Atkins-Freestyle übergehen und durch Versuch und Irrtum seine Kohlenhydratgrenze ausloten… 😉