Kaloriendefizit?

Ja, wie ist das nun eigentlich mit dem Kaloriendefizit?
Um ehrlich zu sein: auch bei einer low-carb-Diät ist ein Kaloriendefizit nötig. Low-Carb setzt die Energiegesetze leider nicht ausser Kraft. Will heissen, um erfolgreich abzunehmen, muss der Körper mehr Kalorien verbrauchen, als er über die Nahrung aufnimmt.
Vielleicht ist mancher jetzt enttäuscht und wendet sich von dieser Ernährungsform ab. Wozu soll dann der ganze Aufwand nötig sein?
Aber halt: es gibt auch ein paar gute Nachrichten!
Zuerst einmal ist da die Insulinbremse – wenn der Insulinspiegel im Blut niedrig ist, hält sich auch der Hunger im Zaum. Und dies ist ja das erklärte Ziel aller Diäten, die auf einem niedrigen Kohlenhydratspiegel aufgebaut sind. Die ungesunden Spitzen und Täler, mit denen man bei zucker- und stärkereichen Lebensmitteln zu kämpfen hat, treten hier eben nicht auf.
Dann ist eine ausreichende Eiweisszufuhr - bei low carb durch Fleisch, Eier, Milchprodukte durchaus gewährleistet – für den Organismus überaus wichtig. Der ganze Körper und natürlich auch die Muskulatur werden nun einmal nicht aus Schokolade, belegten Brötchen und Pommes frites aufgebaut. Nicht umsonst ernähren sich Body-Builder überwiegend von Thunfisch, Eiweiss-Drinks und Hühnchenfleisch.
Und auch die wichtigen Fette (z.B. in Nüssen, Kaltwasserfischen, Oliven) helfen, ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl zu bekommen.
Auch nicht zu verachten: fetthaltige Lebensmittel schmecken einfach viel besser. Schon mal Milch mit 0,1% Fett getestet? Der Unterschied zu Wasser ist kaum mehr erkennbar. Und leckeres Zucchini-Auberginen-Gemüse? So wie in Griechenland? Kaum vorstellbar in der Light-Version mit Gemüsebrühe. Sondern erst so richtig gut und authentisch mit einem schönen Schuss Olivenöl. Fettarmer Käse? Schmeckt doch irgendwie mehr wie Pappe – aber ein Stück Brie, vollfett, mit etwas Pfeffer und Salz? Ein Gedicht…

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Veröffentlicht in FAQ von LC um April 27th, 2010.
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