Tapfer wie ich bin, todesverachtend, mutig, wissbegierig und zu (fast) allem entschlossen ;-), bin ich also am letzten Montag in die Apotheke gegangen und habe mir L-Thryptophan, den Glücklichmacher aus der Packung, besorgt.

L-Trytophan gibt es verschreibungsfrei, denn es ist ja „nur“ eine Aminosäure. Also, um ehrlich zu sein, kann ich mir unter einer Aminosäure nicht wirklich etwas vorstellen. Zumal ich auf dem Gymnasium den neusprachlichen Zweig gewählt hatte – Chemie Fehlanzeige.

Mein Bild war und ist so ein Stück Feta-Käse und dies im getrockneten Zustand… Okay, was soll also an einem Stück Feta-Käse verkehrt sein? Noch dazu gibt es diesen Stoff ja verschreibungsfrei. Und da hab‘ ich doch einfach mal Vertrauen, dass „die“ schon wissen, was sie tun und uns Bürger in Deutschland vor gefährlichen Chemikalien schützen.

Na ja, vielleicht bin ich auch ein bisschen naiv…

Beherzt habe ich mir also 1500mg (3 Tabletten) „eingeworfen“. Es hat ungefähr 15 Minuten gedauert und dann kam der grosse Gong. Im gleichen Moment Mundtrockenheit. Tja, wie soll ich das beschreiben: ich war ein gutes Stück entfernt von Raum und Zeit und einfach mächtig bedröhnt. Ungefähr so, wie man sich nach 1 Flasche Wein fühlt, aber ohne die unangenehmen Begleiterscheinungen.

Wie bitte? Eine Aminosäure? Ein bisschen Nahrungsergänzung? Ich fand die Wirkung hammerhart.

Okay, vielleicht ein bisschen überdosiert. Morgen mach‘ ich es anders. Am nächsten Tag nahm ich nur 1000mg in der Arbeit am Vormittag. Oh je, ich war mit dem Auto unterwegs. Nicht wirklich eine gute Idee – die Dröhnung war nicht so stark wie am Vorabend, aber doch so stark spürbar, dass ich an die Grenze der Fahrtauglichkeit geriet.

Am 3. Tag diesmal 2 Tabletten vor dem Training, denn die Wirkung von L-Tryptophan soll nur so heftig sein, wenn man sich im körperlichen Ruhezustand befindet. Und tatsächlich: während des Trainings hatte ich absolut keine Nebenwirkungen gehabt und auch nicht gespürt, dass ich die Tabletten eingenommen habe.

Am 4. Tag Einnahmepause. Und auch am 5. Tag, weil ich innerlich manchmal eine Hürde gegen Medikamente aufbaue, die ich nicht überwinden kann und will.

Tag 6: 500mg L-Tryptophan am Morgen und ein Bummel über den Flohmarkt – mit auffallend guter Laune und einer ungeheuren Leichtigkeit des Seins! Und absolut keinen Nebenwirkungen.

Mal sehen, wie das so weiter geht!

 

Ein interessanter Artikel in einem Buch (ja, ich lese auch noch richtige Bücher, diese Teile aus Papier, mit den einzelnen Seiten, meist viereckig geformt ;-)) hat mich auf eine heisse Spur gebracht…

Oft wird die Klage laut, dass eine Ernährung mit wenigen Kohlenhydraten die Stimmung in den Keller fähren lässt. Davon abgesehen, scheinen einem die meisten Diäten die Laune zu „verhageln“. Es mag dafür 1000 Gründe geben: Änderung der liebgewonnenen Gewohnheiten, ein erzwungener Ausnahmezustand, der Verzicht an sich, schlichtweg Hunger, die „falsche“ Diät, die falsche Motivation (ich tue das eigentlich nur für meinen Arzt, für meine Frau, für Gott-weiss-ich wen) und, und, und…

Einer der Gründe könnte allerdings auch ein Problem mit der Serotonin-Herstellung im Körper sein. Serotonin gilt als das Hormon, dass uns glücklich macht. Und uns schlafen lässt, wie ein Baby.

Tryptophan (einfache biologische Verfügbarkeit in tierischen Lebensmitteln wie z.B. Eiern und Molke) ist eine Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Die somit in erster Linie über die Nahrung zugeführt werden muss.

Aber hier ergibt sich ein Problem: die Aminosäure muss die Blut-Hirn-Schranke überwinden, um ihre Wirkung entfalten zu können. Hier konkurieren aber noch andere Aminosäuren um den Einlass.

Also muss das Tryptophan  idealerweise zu Zeiten zugeführt werden, in denen der Magen leer ist und es keine Konkurenz anderer Stoffe gibt.

So weit so gut. Wie alles jetzt aber genau vor sich geht, erfordert eine ausgiebige und konzentriere Recherche der verschiedenen Publikationen. Und hier bin ich wieder froh, dass ich mir keine 50 Fachbücher kaufen muss. Ich habe das Internet durchforstet und bin zu der Überzeugung gekommen: ein neuer Selbstversuch muss her…

Ich werde hier davon berichten!

Als die Waage von Kay Schönewerk schließlich 125 Kilo anzeigte, war Schluß! Ab dieser Waageanzeige war ihm klar, dass er abnehmen muss. Nur wollt er dies nicht durch teure Pillen oder Magenoperationen schaffen, sondern durch eine Ernährungsumstellung auf Low-Carb-Basis. Gesagt, getan – neun Monate später wog Kay Schönewerk exakt 75 Kilo und hatte damit in nicht einmal einem Jahr satte 50 Kilo abgenommen.

Seine Erfolgsgeschichte kann man nun sogar nachlesen: „Das Weiße ohne das Gelbe – Wie ich mit dem richtigen Frühstück 50 Kilo abgenommen habe“. Darin beschreibt der Autor eindrücklich, wie es ihm mit Hilfe von Low-Carb und vor allem eigenen Rezeptideen gelang, einen solchen Gewichtsverlust zu erzielen.

Kay Schönewerk konzentrierte sich verstärkt auf die wohl wichtigste Mahlzeit des Tages: weiterlesen