Okay, ich will nicht meckern: momentan fehlt mir einfach ein bisschen der Ehrgeiz!!!
Ich kann mich zur Zeit nicht wirklich motivieren, straight zu sein, weil ich noch so viele andere „Baustellen“ (sprich: Projekte) am Laufen habe.
Und immer wieder der gleiche Mechanismus: es geht alles so langsam, ich sollte weniger essen, ich esse weniger, ich schiebe ordentlich Kohldampf, ich überesse mich…
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber dennoch geht es voran und ich fühle mich mit 13 kg weniger immer noch ein bisschen seltsam. Seltsam gut einfach!!!
Jetzt hab‘ ich mal die Sommerklamotten vom letzten Jahr rausgeholt und alles sitzt superlocker. Ein himmlisches Gefühl. Im Gesicht bin ich deutlich schmäler geworden und es gibt auch keine verquollenen Augen mehr (Wassereinlagerungen durch zu viel Kohlenhydrate).
Das sehe ich auch an meinen Händen – nix mehr „Wurstfinger“!
Schön ist es einfach auch, dass der Bauch flacher geworden ist und ich die Abnahme ohne Waage erkennen kann.
Low Carb wird einfach meine Ernährungsform bleiben!!!
Es geht mir super gut damit und ich werde selber besser und besser. Will heissen: kreativer mit meiner Nahrungspalette. Ich bin happy und wenn ich doch mal über die Stränge schlage, hasse ich mich nicht dafür. Es gibt da einen wunderbaren amerikanischen Ausdruck, der immer in meinem Hinterkopf ist: If you fall off the wagon today, look ahead and start again tomorrow.
Und als erfahrerner Atkinsianer darf man sich einfach ein bisschen Free-Style erlauben :-).

Ausserdem fliegt man dann nicht mehr so schnell aus der Ketose.
Ob ich noch drin bin? Ich weiss es gar nicht und hab‘ auch gar keine Keto-Sticks mehr zuhause. Und auch keinen Ehrgeiz, mir welche zu besorgen. Denn es gibt so viele Gründe, warum die Sticks falsch anzeigen können, dass man letztendlich nur verunsichert wird. Solange alles im lila Berich ist, fühlt man sich sicher. Aber wehe, es gibt keine Verfärbung mehr!
Dann passiert es sicher nicht nur mir passiert, dass sich Zweifel melden – und nagen. Und die Zwiegespräche im Kopf losgehen: funktioniert etwas bei mir nicht richtig? Soll ich vielleicht eine andere Diät machen? Bin ich ein hoffnungsloser Fall?
Und auf diese Fragen folgt nicht selten eine Verhaltensänderung bei der Diät, die eben leider meist nicht in die richtige Richtung führt…
Also, Ketosticks können sein, müssen aber nicht. Bis die Tage 🙂

Das Wort Ketose ist untrennbar mit Low-Carb-Ernährung verbunden (insbesondere mit Dr. Atkins) und geistert als Schreckgespenst oder Totschlagargument durch die Publikationen.

Was ist Ketose und was passiert da eigentlich?

Üblicherweise werden im menschlichen Organismus Kohlenhydrate für die Energiegewinnung bevorzugt. Werden dem Körper durch die Ernährung keine Kohlenhydrate mehr zugeführt und sind die körpereigenen Reserven verbraucht (was im Schnitt 3 Tage lang dauert), schaltet der Körper zur Energiegewinnung auf die Fettvorräte um.
Dieser Zustand ist allerdings keine low-carb-eigene Ausnahmeerscheinung, sondern tritt auch bei totalem Fasten (Null-Diät) auf!!!

Dieser – an sich wünschenswerte – Zustand läutet nun die interne Ernährung durch Fettsäureverbrennung ein. Werden diese Fettsäuren nun nicht mehr vollständig verbrannt, tauchen die sogenannten Ketonkörper auf, die über die Schleimhäute (daher der sich bei einigen Personen einstellende Mundgeruch) und den Urin entsorgt werden. Der Körper befindet sich im Zustand der Ketose.

Normalerweise ist die Ketose nicht spürbar (es wird allerdings manchmal von einem höheren Energielevel berichtet), sondern lässt sich mittels Keton-Test-Streifen feststellen. Rezeptfreie Teststäbchen, die in jeder Apotheke zu beziehen sind, werden mit Urin benetzt. Je nach Menge der Ketonkörper im Urin verfärben diese sich in Richtung tiefes Violett. Dieser Urintest ist allerdings nicht 100% verbindlich, da er verschiedenen Störungen unterworfen sein kann (Tageszeit, Trinkmenge, Einnahme von Vitaminpräparaten etc.)

Die Problematik besteht darin, dass der Zustand der Ketose z.B. bei Diabetikern auf eine gefährliche Stoffwechselentgleisung hinweisen kann. Der Organismus ist dann nicht mehr in der Lage, seine Reserven aus dem Blutzucker zu decken, sondern gerät in einen ketogenen Ausnahmezustand, der in einem diabetischem Koma enden kann.

Bei stoffwechselgesunden Übergewichtigen ist der Zustand der Ketose allerdings ein gutes Zeichen, denn der Körper wäre ja durchaus in der Lage, jederzeit das nötige Insulin zur Energiegewinnung aus Kohlenhydraten herzustellen. Um die Arbeit der Nieren zu erleichtern, aber auch um die leichte Dehydration des Körpers auszugleichen, wird eine Trinkmenge von 3l Flüssigkeit am Tag empfohlen und sollte auch bei Menschen, die sich nicht nach low carb ernähren, eingehalten werden.

Während es im ersten Buch von Dr. Robert Atkins schwerpunktmässig um den Genuss geht, legt er in seinem neuen Buch ein grosses Augenmerk auf das Thema Gesundheit.

Prinzipiell ändert er nichts an seinem Konzept, die Kohlenhydrate in der täglichen Ernährung drastisch zu reduzieren. Auch propagiert er weiterhin die verschiedenen Diät-Phasen, in denen diese langsam erhöht werden dürfen.

Dr. Atkins hält an den Vorteilen und der Unabdingbarkeit der Ketose (Stoffwechselzustand, der erst dann erreicht wird, wenn der Kohlenhydratanteil in der Ernährung nahezu Null ist) fest.

In seinem neuen Buch geht er allerdings auch auf die Probleme ein, die bei einer ketogenen Ernährung entstehen können und gibt viele Informationen zu den medizinischen Aspekten der Atkins-Diät.

Die neue Atkins Diät – für erfahrenen Low carber kein grosser praktischer Unterschied zu seiner „Diät-Revolution“ der 70er Jahre – aber inhaltlich ist klar zu erkennen, dass das Informationsbedürfnis der Anwender über die Jahrzehnte gestiegen ist. Dem trägt Dr. Atkins eindeutig Rechnung.