Ich beneide Euch, liebe Langzeitfaster, Magermodels, Asketen
Ich für meinen Teil habe einfach nur Hunger, Hunger, Hunger. Nach 48 Stunden fasten sollte der Hunger aufhören. Hab‘ ich schon öfter getestet, klappt bei mir aber nicht. Und wenn ich 5 Tage nichts esse, knurrt mein Magen um so lauter. Aber ich hab’s ja immer schon geahnt: ich bin einfach anders als andere…;-) weiterlesen

Diese Nacht war eher kurz: um 3.58h habe ich auf den Wecker gesehen und mich dann noch ein paar mal hin und her gedreht. Vor 4.00h kann man doch nicht aufstehen?
Ach ja, wer sagt das eigentlich? Grundsätzlich bin ich sowieso ein Frühaufsteher, aber 4.00h ist doch ziemlich heftig.
Aber das wird sicher kein Dauerzustand. Mir knurrt einfach der Magen und das wird heute und morgen eben einfach noch so sein! weiterlesen

Schon seit Menschen Gedenken hat es Zeiten gegeben, in denen gefastet wurde. Freiwillig, z.B. aus religiösen Gründen oder unfreiwillig in Form von Nahrungsentzug oder Nahrungsmittelknappheit.
Wäre der menschliche Organismus nicht auf diese Mangelernährung ausgerichtet, wären wir bereits ausgestorben. Denn nicht immer gab es Nahrungsmittel im Überfluss, wie es heutzutage normalerweise der Fall ist.
Doch auch im Tierreich sind Fastenzeiten nichts Unübliches und viele Tiere verweigern bei Krankheiten die Nahrungsaufnahme.

Obwohl es anders lautende Stimmen gibt (Fasten dient der körperlichen Reinigung und hat mit Abnehmen nichts zu tun), hat fast jeder Abnehmwillige dieses Mittel in der einen oder anderen Form schon einmal ausprobiert. Sei es als Weglassen des Abendessens (Dinner Canceling) oder als tagelanger Verzicht auf eine Nahrungsaufnahme. Der knurrende Magen hat die meisten zur Umkehr bewegt…

Wer allerdings das Fasten als Mittel zur deutlichen Gewichtsverringerung nutzen will, sollte sich gut darauf vorbereiten. Durch blosses Hungern ist der gewünschte Erfolg kaum zu erzielen.

Anhänger des Fastens verweisen auf einige Spielregeln:

* bevor der Mensch mit seiner Fastenzeit beginnt, sollte er möglichst auf Genussmittel (schwarzer Kaffee, Tee, Zigaretten) verzichten, um den Körper zu entlasten, denn dieser hat in Fastenzeit genügend Arbeit zu verrichten. Ausserdem wirken Genussgifte auf den fastenden Körper stärker ein, als auf den nicht fastenden Organismus
* es sollte ein günstiger Zeitpunkt gewählt werden. Zeiten von extremem körperlichem oder geistigem Stress sind nicht der geeignete Startpunkt für einen Neubeginn, den das Fasten eigentlich markieren sollte
* unmittelbar vor der Fastenzeit sollten einige Umstellungstage mit leicht verdaulichen, möglichst pflanzlichen Mitteln eingelegt werden
* für verschiedene Personenguppen (Diabetiker, Schwangere) ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen und die speziellen Risikofaktoren zu besprechen
* eine Darmreinigung mit Glaubersalz, Hydro-Colon-Therapie, Einlauf oder FX-Passage-Salz sollte am 1. Tag durchgeführt und auch weiterhin – in gewissen Zeitabständen – vorgenommen werden

Wurden die erforderlichen Massnahmen eingeleitet, soll spätestens nach 3 Tagen das natürliche Hungergefühl verschwinden. Hinsichtlich der „Ernährung“ beim Fasten gibt es unterschiedliche Philosophien, die von Wasser über Tee bis zu eiweissangereicherten Getränken (proteinmodifiziertes Fasten) reichen. Auch über die Dauer der Fastenzeit streiten sich die Geister: von 3 Tagen bis zu wochenlangem Nahrungsverzicht reichen die Empfehlungen. Dies ist auch abhängig vom erwünschten Fastenziel. Ein unterernährter Mensch, der über nicht allzu viele Fettreserven verfügt und aus gesundheitlichen Gründen fastet, wird einen anderen Zeitrahmen abstecken, als ein schwer Übergewichtiger, der sich über längere Zeit „von innen“ ernähren kann.

Auch hier gilt, sich bei einem längerfristigen Fasten mit einem Arzt abzusprechen oder eventuell sogar eine Klinik aufzusuchen.

Eignet sich Fasten zur Gewichtsabnahme? Dies ist – wie so viele Ernährungsrichtlinien – wieder einmal heiss umstritten. Befürworter des Fastens können gute Erfolge nachweisen. Viele Personen haben durch den JoJo-Effekt das verlorene Gewicht wieder zurückgewonnen. Personen, die das Fasten als Startpunkt einer ernährungstechnischen Umstellung gesehen haben, konnten das neu gewonnene, niedrigere Körpergewicht gut halten.

Gegner der Fastentherapie halten diese Art des Nahrungsverzichtes nicht nur unbrauchbar für eine Gewichtsreduzierung, sondern sogar als absolut schädlich für den Organismus. Hauptkritikpunkt ist der hohe Eiweissverlust, der mit dem Verlust von Fettgewebe einhergeht. Dieser Eiweissverlust soll die Muskulatur schädigen und – am gefährlichsten – auch den Herzmuskel.

Eine Möglichkeit, diesen Nachteil zu verringern, ist die Substitution mit Eiweisspräparaten. Denn die Energiedichte von Eiweiss-Drinks, denen essentielle Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt wurden, ist nicht hoch genug, um ein schnelles Abnehmen zu verhindern. Allerdings ist der Eiweissanteil wiederum so hoch, um den Abbau von Muskulatur zu verhindern. Proteinmodifiziertes Fasten wird auch in Krankenhäusern bevorzugt. Das bekannte Opti-Fast-Programm startet mit eben dieser Art der Nährstoffversorgung.

Interessanterweise bilden sich beim Fasten die selben Ketonkörper (eventuell verantwortlich für die Unterdrückung des Hungergefühls), die auch den Erfolg von Low-Carb-Diäten forcieren sollen.