Eigentlich wissen wir es ja alle und haben es auch im Hinterkopf: Diät oder Abnehmen geht nicht ohne Ernährungsumstellung …

Leider ist dieses Wort so gar nicht sexy. Denn es beinhaltet immer: Abschied nehmen von den lieb gewonnenen (meist schlechten) Gewohnheiten und umstellen zu Dingen, die so überhaupt nicht lustvoll erscheinen: Salat, Rote Beete und Magerquark.

Oder zu Low Carb: zuerst erscheint es wie eine kulinarische Wüste aus Fleisch, Fisch, Fett und Eiern. Wer schon einmal eine Eier-Diät versucht hat, kann ein Lied davon singen: hartgekochte Eier am Morgen, hartgekochte Eier zum Mittagessen und – welche Überraschung – hartgekochte Eier am Abend.  weiterlesen

Für Neulinge bedeutet Essen + Kochen nach low carb eine riesige Umstellung.

In jedem Supermarkt, jeder Bäckerei, jedem Imbiss-Stand wird man „bombadiert“ mit Kohlenhydraten. Unser tägliches Brot gib‘ uns heute… Kohlenhydrate sind in unserer Ernährung verankert – ob Diät-Junkie, Normalo, Vegetarier, Veganer. Die Grundlage jeder Ernährungsform sind Zucker ( auch in Form von Obst) und Stärke.

Und natürlich haben wir anfangs auch alle Warnungen im Ohr: ohne Obst erhält man nicht genügend Vitamine. Fett macht natürlich fett und Eiweiss kann die Nieren schädigen.

Es braucht also etwas Mut, sich von den allgemein gültigen Vorschlägen zu emanzipieren. Und wenn man dies dann tatsächlich geschafft hat? Tja, was isst oder kocht man denn dann? Kann man von Eiern, Steaks und Sahne überleben – von leben ganz zu schweigen?

Keine Sorge: man kann!!! Und nach einiger Zeit hat man kaum mehr Gelüste nach Brot, Kuchen und Schokolade. Und selbst wenn diese doch ganz selten einmal auftauchen: mit den entsprechenden Rezepten findet man schnell lebensstil-konforme  Ersatzprodukte.

Vor allem aber, möchte man garnicht mehr zu den leeren Kalorien greifen. Denn in Süssigkeiten und Co. sind oft ausser Kalorien und Transfetten keine Nährstoffe enthalten. Ganz im Gegenteil: je weiter ein Lebensmittel verarbeitet wurde, desto geringer ist die Ausbeute. Und ob künstlich zugesetzte Vitamine einen Sinn ergeben – darüber steiten sich die Geister und Wissenschaftler 😉

Als Fortgeschrittener Low Carber sieht man so viele Möglichkeiten, gesundes und leckeres Essen zu kochen, dass man diese im Standardrepertoire gar nicht alle nutzen kann. Low Carb-Küche ist wirklich einfach simpel.

Etwas Fleisch, Fisch, Hühnchen, Käse und dazu – je nachdem, welcher Strömung man sich verschrieben hat – ein bisschen Salat oder Gemüse. Voila! Und das alles noch mit guter Butter oder einer leckeren Sahnesauce – that’s it.

Wenn es dann doch etwas Besonderes oder Anspruchsvolleres sein soll, oder man gerade keine Idee parat hat: hier wirst Du fündig und kannst gerne auch Deine eigene Kreation hinterlassen 🙂

Schon 1975 kam dieses Buch auf den Markt: „Das Schlankheitskonzept“ von Dr. Alexander Felix.

Dr. Felix spricht sich ausdrücklich dafür aus, die kohlenhydratarme Ernährung nicht als Diät zu verstehen. Er möchte – ganz im Gegenteil – zu einer dauerhaften Umstellung auf eine hochwertige Ernährungsform motivieren.

Denn niemand wird mit dem Gedanken glücklich sein, ein Leben lang Diät halten zu müssen.

Er gibt dem Leser 113 einfache, schnelle Rezepte an die Hand, nach denen er sich zu jeder Tageszeit ernähren kann und hat – für Low Carber, die es sehr genau nehmen – auch die Nährwertangaben hinzugefügt. Die Rezepte sollen anregen, ein akribischer Tagesplan ist nicht erforderlich.

Sehr ausführlich wird die Theorie der kohlenhydratreduzierten Ernährung angegangen. Wenn auch einige Ansichten (z.B. die Auswirkungen des Eierverzehrs auf den Cholesterinspiegel) nicht mehr den allerneuesten Erkenntnissen entsprechen, wird in verständlicher Sprache die wissenschaftliche Grundlage von low carb erklärt.

Ein Buch, das wirklich Mut macht, die Ernährung konsequent umzustellen.