Der Klassiker: Low Carb nach Dr. Atkins.

Ernährung ohne Kohlenhydrate lässt sich weit zurückverfolgen. Aber ein Mann hat diese Art der Diät populär gemacht: Dr. Robert Atkins. Das Synonym für Low-Carb-Diäten.
Und leider wird alles Schlechte mit der „Atkins-Diät“ verbunden. Dr. Atkins lebt nicht mehr und auch um seinen Tod ranken sich die wildesten Gerüchte und Spekulationen.

Aber was war oder ist eigentlich das Typische an der Atkins-Diät?

– Atkins arbeitete mit der Ketose und hält sie für unabdingbar, um den Stoffwechsel wieder gesunden zu lassen
– Er rät dazu, die Diät – die seiner Meinung nach ein Lebensstil sein soll – in vier Phasen zu beginnen, wobei man je nach Erfolg (1 Woche bis 14 Tage später) das Kohlenhydratpensum um ca. 5g/je Tag erhöhen kann
– Dr. Atkins rät nicht nur von Kaffee, sondern von Koffein im allgemeinen ab, da dieses den Blutzuckerspiegel im Körper negativ beeinflussen kann
– Er hält nichts vom Kalorienzählen, sondern konzentriert sich nur auf die Kohlenhydratanzahl
– 2 Tassen Salat/Tag sollen auf jeden Fall sein. Auch in Phase 1, in der die Kohlenhydrate möglichst unter 5 g, auf keinen Fall aber über 20g liegen dürfen
– Es gibt keine Vorgaben in Bezug auf Portionsgrössen, Mahlzeitenanzahl, Tageszeiten der Nahrungsaufnahme oder Kalorienmenge. Jeder kann sich nach Belieben wann und wie er möchte satt essen. Einzige Einschränkungen: sich „den Bauch nicht vollschlagen“ und im Rahmen der täglich erlaubten Kohlenhydratmenge bleiben.

Erlaubt sind:
Fleisch, Fisch, Geflügel, Meeresfrüchte, Eier, Käse, Geflügel, einige Gemüsearten, Salate, Kräuter, Gewürze, Fett und Öle.


Fazit: Wer noch keine Erfahrungen mit low-carb hat, sollte sich auf jeden Fall das Buch „Die neue Atkins-Diät“ kaufen oder zumindest ausleihen. Dort erfährt man ausführlich, was es mit einer Ernährung nach LC auf sich hat. Das Grundlagenwissen ist wichtig, um bei der Nahrungsmittelauswahl sicher die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wer sich bereits mit dieser Ernährungsform auskennt, wird sicher nach einiger Zeit zu einer Art Atkins-Freestyle übergehen und durch Versuch und Irrtum seine Kohlenhydratgrenze ausloten… 😉

Okay, ich will nicht meckern: momentan fehlt mir einfach ein bisschen der Ehrgeiz!!!
Ich kann mich zur Zeit nicht wirklich motivieren, straight zu sein, weil ich noch so viele andere „Baustellen“ (sprich: Projekte) am Laufen habe.
Und immer wieder der gleiche Mechanismus: es geht alles so langsam, ich sollte weniger essen, ich esse weniger, ich schiebe ordentlich Kohldampf, ich überesse mich…
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Aber dennoch geht es voran und ich fühle mich mit 13 kg weniger immer noch ein bisschen seltsam. Seltsam gut einfach!!!
Jetzt hab‘ ich mal die Sommerklamotten vom letzten Jahr rausgeholt und alles sitzt superlocker. Ein himmlisches Gefühl. Im Gesicht bin ich deutlich schmäler geworden und es gibt auch keine verquollenen Augen mehr (Wassereinlagerungen durch zu viel Kohlenhydrate).
Das sehe ich auch an meinen Händen – nix mehr „Wurstfinger“!
Schön ist es einfach auch, dass der Bauch flacher geworden ist und ich die Abnahme ohne Waage erkennen kann.
Low Carb wird einfach meine Ernährungsform bleiben!!!
Es geht mir super gut damit und ich werde selber besser und besser. Will heissen: kreativer mit meiner Nahrungspalette. Ich bin happy und wenn ich doch mal über die Stränge schlage, hasse ich mich nicht dafür. Es gibt da einen wunderbaren amerikanischen Ausdruck, der immer in meinem Hinterkopf ist: If you fall off the wagon today, look ahead and start again tomorrow.
Und als erfahrerner Atkinsianer darf man sich einfach ein bisschen Free-Style erlauben :-).

Ausserdem fliegt man dann nicht mehr so schnell aus der Ketose.
Ob ich noch drin bin? Ich weiss es gar nicht und hab‘ auch gar keine Keto-Sticks mehr zuhause. Und auch keinen Ehrgeiz, mir welche zu besorgen. Denn es gibt so viele Gründe, warum die Sticks falsch anzeigen können, dass man letztendlich nur verunsichert wird. Solange alles im lila Berich ist, fühlt man sich sicher. Aber wehe, es gibt keine Verfärbung mehr!
Dann passiert es sicher nicht nur mir passiert, dass sich Zweifel melden – und nagen. Und die Zwiegespräche im Kopf losgehen: funktioniert etwas bei mir nicht richtig? Soll ich vielleicht eine andere Diät machen? Bin ich ein hoffnungsloser Fall?
Und auf diese Fragen folgt nicht selten eine Verhaltensänderung bei der Diät, die eben leider meist nicht in die richtige Richtung führt…
Also, Ketosticks können sein, müssen aber nicht. Bis die Tage 🙂

Diät-Brötchen (6 Stück)


3 Eier, 3 Eßl. Magerquark, Süsstoff nach Belieben
Den Backofen auf 150 Grad vorheizen. Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier belegen. Dann die Eiweiss von den Eigelb gründlich trennen. Das Eigelb mit dem Quark schaumig rühren. Die Eiweiss zu festem Eischnee schlagen. Dann den Eischnee schnell unter die Eigelb-Quark-Masse heben und sofort mit einem Esslöffel 6 Portionen abstechen. Die Brötchen 1 Stunde lang im Ofen backen – sie sollten goldbraun sein. Dann im geschlossenen Backofen auskühlen lassen, weil sie schnell zusammenfallen.

Jedes Brötchen 0,5 g KH

Mein Fazit:

grauslig (schmecken eher nach Rührei, als nach Brötchen), aber eine Alternative für’s Wochenende, wenn der Kühlschrank schon leer gefegt ist. Eier und Quark findet man ja meistens noch irgendwo.