Dinner Canceling

Nichts mehr zu Abend essen, oder – wie es neudeutsch so schön heisst – Dinner Canceling ist en vogue…
Wie funktioniert das? Das Schöne daran – es gibt tagsüber keinerlei Einschränkungen und man muss nicht auf seine Lieblingsspeisen verzichten. Kein Kalorienzählen, messen, wiegen, in Tabellen nachsehen, Nährstoffe “aufdröseln”, Listen führen. Einfach essen, worauf man Lust hat. Essen, was man am liebsten mag. Nutella-Brötchen, Schnitzel mit Pommes, Erdbeerkuchen zum Kaffee… Aber dann muss Schluss sein! Ab einer selbst gewählten Uhrzeit (empfehlenswert ist ca. 16.00h) gibt’s nix mehr. Zwischen der letzten Mahlzeit des Tages und der ersten Nahrungsaufnahme des folgenden Tages sollten mindestens 12 Stunden liegen.
Auch kein Obst oder Gemüse oder Milch oder was sonst als kalorienarm und gesund gilt. Natürlich kann und sollte noch getrunken werden. Aber nur kalorienfrei, also z.B. Mineralwasser oder (Früchte-)Tee.
Eigentlich sollte man nur 2 x wöchentlich “canceln” – wer ungeduldig ist, kann dies aber auch öfter machen. Weitere Vorteile: man braucht keine besonderen Nahrungsmittel (frisches Zitronengras, Milch mit 0,1% Fettgehalt) und darf sich auch satt essen – also keine utopischen Vorschriften wie: 25g mageren Kochschinken auf 2 Scheiben Sesamknäcke verteilt mit 1/4 Tomate. Wer das kann: Hut ab! Aber für viele haben sich solche Vorschriften nicht als alltagstauglich herausgestellt…


Wie kommt die Abnahme zustande? Eigentlich wieder einmal – und es scheint keine Umwege zu geben – durch das Kaloriendefizit. Beim Verzicht auf das Abendessen sollen durch das Hungergefühl aber auch körpereigene Hormone gelockt werden, die das Abnehmen beschleunigen.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt soll die Anti-Agingwirkung des Dinner Cancellings sein, denn der Körper kann in der verdauungsfreien Zeit besser regenerieren.
Menschen, die diese Art der Diät durchgeführt haben, berichten davon, dass der Hunger in den ersten Tagen etwas unangenehm sein soll, man sich aber schnell an das abendliche Fasten gewöhnt.

Veröffentlicht in ANDERE DIÄTEN am Juni 6th, 2010. 1 Kommentar.

04.05.2010 86,3kg

Und er bewegt sich doch: der Zeiger meiner Waage. Nein, es ist eigentliche eine Digitalanzeige und das ist auch gut so.
Denn wer kennt diese Zeiger-Schummeleien nicht: aus verschiedenen Blickwinkeln variiert die Abnahme je nach Laune ;-) , und wenn dass nichts hilft, gibt es noch die Möglichkeit, die Waage auf den Bodenfliesen ein bisschen hin und her zu schieben. Alles schon ausprobiert – und gehört, dass ich damit nicht alleine bin ;-) .
Die Gewichtsabnahme ist schon eine seltsame Sache: am Wochenende hatte ich eigentlich ein bisschen zuuuuu fürstlich gespeisst: das genannte Schweinefilet in Käsesauce, Weisswürste (wie es sich in München gehört), ein bisschen Schinken mit Meerettich, eine Packung Frischkäse…
Okay, war ein verregnetes Wochenende, ich mach’ mir da selber keine Vorwürfe. Aber es gibt schon Tage, an denen ich wesentlich weniger esse und nix abnehme!
Wäre ja auch kein Problem, wenn nicht diese blöden Verhaltensänderungen in Gang gesetzt werden würden. Aus Unsicherheit (man kann sich aber auch auf nix verlassen…) geht es dann los und bringt ganz sicher das falsche Ergebnis mit sich.
Klar weiss jeder, dass viel Wasserverlust kein Gewichtsverlust ist. Dass Frauen vor der Menstruation Wasser einlagern, das sie danach – hoffentlich – wieder verlieren. Dass Sportler Muskelmasse zunehmen und Fett abnehmen können und das Gewicht dadurch nach oben gehen kann. Dass Plateaus zum Abnehmen dazugehören. Dass der Körper keine Rechenmaschine ist. Dass salziges Essen Wassereinlagerungen begünstigt…
Alles alt bekannt – aber wenn es einen dann selber trifft, sieht die Sache schon ganz anders aus. Und diese lustigen Gürtel- oder Hosenbundtricks helfen ja auch nicht wirklich weiter. Ich weiss garnicht, warum dass immer wieder wiederholt wird. Weiss ich genau, wie eng der Gürtel am Vortag gesessen ist? Und wenn ich eine Hose zwei Tage hintereinander trage: kann es nicht auch sein, dass die Hose einfach ein bisschen weiter geworden ist, weil der Stoff nachgegeben hat?

Veröffentlicht in ERFAHRUNGSBERICHTE am Mai 4th, 2010. Keine Kommentare.